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Erste Hilfe bei Insektenstichen

Sie kennen das auch?

 

Sie sind mitten in einem Picknick und dann passiert es!

 

Ein Bienenstich!

 

Ein Stich verdirbt die Stimmung. Ein Bienenstich kann unglaublich schmerzen. Und es gibt fast kein Picknick ohne Insekten- oder Bienenstiche...

 

Und – Hand aufs Herz – haben Sie in diesem Moment dann Salmiakgeist oder essigsaure Tonerde sowie Natron für einen Umschlag im Rucksack, wie viele dies vorschlagen?

 

Doch Sie brauchen auch kein Giftspray einpacken und mittragen! Und gegen lästige Insekten wie Mücken, Wespen oder auch Ameisen ist so manch ein Kraut gewachsen.

 

Wollen Sie es erst gar nicht so weit kommen lassen, können Sie bevor Sie zum Picknick gehen, schon ein paar Tropfen ätherisches Lavendelöl in die Sonnencreme mischen und diese einrieben.

 

Haben Sie vor dem Picknick nichts unternommen, bietet die Natur, in der Sie gerade verweilen, Ihnen alles, was Sie brauchen, um mit den verschiedenen Stichen umgehen zu können, bis Sie wieder zu Hause sind. In diesem Artikel gebe ich Ihnen gerne das weiter, was ich diesen Sommer gegen Insektenstiche getestet habe, und gut funktioniert hat.

1. Sie sind beim Picknick

Wenn Sie zum Picknick fahren, haben Sie eventuell einen kleinen Löffel dabei. Sind Sie bei einer Feuerstelle und kochen, tauchen Sie den kurz in heisses Wasser und drücken diesen dann auf die Einstichstelle des Mückenstiches. Bei über 45 Grad wird das Gift durch Gerinnung gestört.

 

Kennen Sie sich mit Wildpflanzen aus? Dann suchen Sie sich ein Spitzwegerichblatt (siehe Bild), zerreiben es zwischen den Fingern, legen diese Blattmasse auf den Stich und reiben den Saft ein. Wenn Sie in der Nähe Efeu entdecken, können Sie es auch damit versuchen.

 

Bei Bienenstichen gilt es, sofort den Stachel zu entfernen. Drücken Sie dann einen feuchten Erdklumpen auf die Einstichstelle, die Erde zieht das Gift richtiggehend raus und der Schmerz verschwindet schnell.

2. Sie sind zuhause oder unterwegs

Ssssss … Klatsch! Diese eine Mücke mag zwar Geschichte sein, der friedliche Abend bei Wein und Kerzenschein auf dem Balkon aber leider auch. Denn bereits erfüllt das nervtötende «Ssssss» weiterer anstürmender Plagegeister die Luft.

 

Kommt Ihnen diese Szene bekannt vor?

 

Im Freilichtmuseum Ballenberg habe ich eine hervorragende Tinktur entdeckt, die als Rollon in der Museumsdrogerie verkauft wird. Spitzwegerich Tinktur. Betupfen Sie damit mehrmals die juckenden Stellen. Die Tinktur wird nach einem alten Rezept hergestellt und sie wirkte besser, schneller und konkreter, als alles, was ich bisher als Notfall bei mir hatte. Zudem ist sie viel sparsamer im Verbrauch als die Rollons, die Sie heutzutage in Drogerien kaufen können.

 

Die Volksmedizin kennt im weiteren auch Ringelblumen- und Efeutinktur zur Behandlung von Insektenstichen.

 

Vorsorgen können Sie, indem Sie ihren Sitzplatz mit Pflanzen bestücken, welche die Blutsauger nicht riechen mögen. Je grösser die Vielfalt dieser sogenannten Schutzpflanzen, desto höher die Chance auf ungestörte Mussestunden. Klassiker unter den Schutzpflanzen sind jene, die nach Zitrone duften, also Zitrusbäume wie Zitrone, Orange, Mandarine und Kumquat. Ich selber verwende Kräuter wie Zitronenmelisse, Zitronenthymian, Zitronengras oder Zitroneneisenkraut. Ebenfalls zu den Mückenvergraulern zählen Katzenminze, Eukalyptus, Wermut, Nelken diverse Duftpelargonien und die Weihrauchpflanze. Letztere mögen Motten übrigens auch nicht riechen, was ihr den Übernamen «Mottenkönig» eingebracht hat.

 

Essen Sie draussen, sind es meist auch Wespen, die nerven. Ähnlich den Mücken halten auch sie sich möglichst von Zitronenduft fern. Als Schutzpflanzen haben sich gegen die kleinen Raubinsekten Basilikum und Knoblauch bewährt. Stellen Sie dazu einfach einen kleinen Basilikumtopf auf den Tisch.

 

Ameisen mögen beim Essen direkt zwar weniger lästig sein, bringen durch ihren Nestbau aber gern Terrassenplatten zum Wackeln. Ätherisches wie Lavendel, Thymian, Wacholder, Tausendgülden- und Zitronenkraut – gepflanzt oder auf der Ameisenstrasse ausgelegt – vergällt ihnen den Spass. Manche Gärtner schwören auch auf Kerbel.

 

Wo es Ameisen gibt, da sind Blattläuse nicht weit. Hier helfen Mischkulturen: Lavendel bei den Rosen, Bohnenkraut im Gemüsebeet und Kapuzinerkresse und Brennnesselstauden im Obstgarten. Ein altes Hausmittel ist die Brennnesseljauche. Doch Achtung: Diese stinkt nicht nur der Blattlaus, drum besser nicht direkt neben der Terrasse einsetzen!

 

Tomatenstaude gegen Mücken: Das ist weniger bekannt - die abschreckende Wirkung von Tomatenstauden! Direkt vor das Schlafzimmer gepflanzt, sorgen Tomaten dafür, dass Mücken erst gar nicht ins Haus kommen. Das klappt auch im Balkonkistli.

 

Das Gleiche gilt ja für Nussbäume, weshalb man vor alten Bauernhäusern oft einen grossen Wallnussbaum findet.

Schwirr ab!

Mit diesen Impulsen können Sie das den Biestern wirklich anfangen zu sagen und sie gehorchen sogar! Ich wünsche Ihnen eine weiterhin wundervolle Sommerzeit.

 

Haben Sie eigene Erfahrungen und Tipps, die Ihnen besonders geholfen haben? Dann schreiben Sie mir. Gerne veröffentliche ich diese zu diesem Artikel.

 

Herzliche Grüsse

Gertrud Keller

Der Beginn eines neuen Gesundheitsbewusstsein...

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