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Lifestyle / ZeroWaste / FoodWaste: Unser Projekt

Wenn ich in der Welt etwas verändern will, muss ich bei mir selbst anfangen...

Die Gedanken und Konsequenzen der beiden "Bewegungen" lebe ich schon mein ganzes Leben lang. Also lange bevor es diese Begriffe überhaupt gab. Für mich war das stets so selbstverständlich, dass ich gar keine Worte darüber verlor. Ich lebte das einfach so stressless wie möglich, weil es mir wichtig ist.

 

Im August starteten mein Partner und ich ein Projekt, während dem wir nochmals einen Schritt weiter gehen wollten in Sachen Verminderung von Müll, Weglassen von Verpackungen, unverpackt einkaufen...

 

In Lifestyle / ZeroWaste / FoodWaste habe ich bereits die Erfahrungen aus den ersten 10 Tagen beschrieben. Ende August haben wir das Projekt beendet und unsere Erfahrungen ausgewertet. Hier eine kurze Einsicht:  

Unverpackt einkaufen - ein Monat ist rum...

Erfahrungen beim Grossverteiler

Viel Obst und Gemüse kann beim Grossverteiler unverpackt eingekauft werden. Es gibt aber auch da noch einiges, das nur abgepackt angeboten wird, warum weiss ich nicht. Kräuter kannst du auch nur verpackt einkaufen, anders sind sie da ganz einfach nicht erhältlich.

 

Käsetheke: Unverpackt einkaufen geht. Das gleiche wird für die Fleisch- und Fischtheke gelten. Dein eigenes, mitgebrachtes Gefäss wird am Ende vom Personal aber nicht verschlossen, das Argument kann ich immer noch nicht nachvollziehen verstehen. Ich empfinde es als abwertend. Denn sonst verpacken sie ja auch in Papier und Tüten. Die Preiskleber lösen sich zudem nicht mehr von deinen Gefässen.

 

Sonderangebote: Sind mehrfach verpackt - die reinsten Verpackungsorgien.

 

Fazit: Wir lassen den ganzen Verpackungsmüll so weit wie möglich nach dem Bezahlen gleich dort...

Erfahrungen in den kleinen Läden und Märkten

Bäckereien, Wochenmarkt, Käserei, Metzgerei: Unverpackt einkaufen ohne Probleme möglich. Es ist selbstverständlich, wir treffen den Grossteil gleichgesinnte Menschen. 

 

Gemüsefelder beim Bauern, Self-Pick: Da verliere ich keine Worte drüber. Das Beste, was du dir antun kannst. 

 

Unverpackt-Laden in Biel: Dieser Laden hat uns überzeugt, er bietet ganz viele weitere Alltagsprodukte an, womit wir die Verpackungsorgien des Grossverteilers weiter umgehen können. Es wird sich sehr lohnen, etwas Planung reinzustecken und einmal eine gewisse Menge an verschiedenen Dingen einzukaufen. 

 

Fazit: Das wird unser neues Einkaufen, teilweise mit etwas mehr Planung. Letztendlich sparen wir aber Zeit und Geld. 

Schlussfolgerung

Wir haben es definitiv NICHT geschafft, in einem Monat unseren Kehrrichtsack (35lt) voll zu kriegen. Wir rechnen damit erst in ca. 2 Wochen. Und - wir machen weiter. Was wir angefangen haben, lässt sich gut in unseren Alltag mit Vollzeitberufen integrieren. 

 

Bevorzugt werden wir in den kleinen Läden - siehe oben - und auf den Märkten einkaufen. Das was wir vorher schon taten. Der Grossverteiler wird für uns der Einkaufsort für den Notfall oder wenn wir etwas Bestimmtes sonst einfach nicht finden. 

 

Unsere Haltung ist - so stresslos wie möglich Abfall zu vermeiden. Wir müssen keinesfalls 100% abfallfrei werden. Denn leben in den Extremen ist ungesund. Und darum geht es doch: Abfall wo immer möglich vermeiden.

 

Dazu ein kleines Beispiel:

Eine Frau fragt mich, was ich denn jetzt anstelle von Backtrennpapier nehmen würde?

 

Anstelle?

 

Ich brauche KEINEN Ersatz!

 

Ich lass das Backtrennpapier einfach weg! Denn es gab eine Zeit, da kannte ich Backtrennpapier nicht. Was ich damals tat? Ich fettete meine Backbleche ein und wusch sie nach dem Backen. Und so mache ich es wieder...

 

Ich lass den Müll einfach weg!

 

Herzlich, Gertrud Keller

 

P.S.: Hast du Fragen oder einen Kommentar dazu? Dann freue ich mich über deine Nachricht mit diesem Formular