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Ist Polarity Yoga eine Alternative bei der aktuellen Yoga-Hysterie?

Polarity Yoga als Alternative in der Yoga-Hysterie - Gertrud Keller Polarity Grenchen

Ich weiss nicht, wie es dir geht. Doch mir flimmern schon meine Augen von den vielen wunderschön abgedrehten Filme all dieser Yoga-Angebote: Yin-, Power-, Yoga Flow, Yoga easy, um nur einige zu nennen, die Übersicht ist längst verloren in der Art, wie sie wie Pilze aus dem Boden schiessen.

 

Wer möchte nicht sein wie all diese schönen, gut gebauten, schlanken und offensichtlich sehr kraftvollen und biegsamen Menschen, die sich oft einen Künstlernamen zulegen und mit scheinbar grosser Leichtigkeit die meist extremen Körperstellungen und -verdrehungen demonstrieren und damit die grosse Sehnsucht schüren, eine von ihnen sein zu wollen.

 

Mich bitte richtig verstehen – ich habe grundsätzlich nichts gegen Yoga!

 

Doch was ist mit all denjenigen Menschen wie du und ich, für die diese Art Yoga weder ein Ziel ist und andere, die zwar gerne Yoga machen würden, und aus gesundheitlichen Gründen kaum daran denken können, dies mal auszuprobieren. Ich habe selbst Respekt davor, weil ich als Körpertherapeutin sehr viel davon verstehe, was es dem Körper einerseits abverlangt und vor allem, was es ihm antut. Ich selber – ich bin gesund, vital und beweglich – und sollte diese Art Yoga also mit einem Fingerschnipp hinkriegen können. Doch nein - mein Körperbau ist derjenige von vielen anderen Mitmenschen im Alltag und in der westlichen Hemisphäre auch und so gar nicht derjenige einer Schlangenfrau wie Nina Burri. Ich möchte auch nicht wissen, mit welchen körperlichen Schwierigkeiten sie heute zu kämpfen hat. Mein Körper entspricht auch nicht im mindestens denjenigen Menschen in den Yoga-Filmen. Und - ich will mich auch nicht verbiegen. So!

Was ein Yogakörper ist

Es hat sich ja schon ziemlich herumgesprochen, dass verschiedene Sportarten verschiedene Arten von Körper anziehen. Um ein erfolgreicher Langstreckenläufer zu sein, braucht es einen leichten Körper. Um ein guter Handballer zu sein, ist es vorteilhaft, eine gewisse Körpergrösse zu haben. Und dies sind jetzt nur zwei Beispiele.

 

Gibt es auch sowas wie einen "Yoga-Körper"?

Ich denke schon. Ein Freund hat es mir so erklärt: Die Übungen in vielen Yoga-Formen und -stilen haben eine sehr geometrische Struktur mit Schwerpunkt auf Dreiecken und Ausrichtung. Kein Wunder also, dass sie Menschen mit bestimmten Körpertypen anziehen. Diese klassischen Arten von Yoga sind also einfacher durchzuführen, wenn du einen Körper hast, der ziemlich proportional ist. Das bedeutet, dass deine Arme, Beine und dein Rücken genau in die Form passen. Wenn deine Kniesehnen und Oberschenkelknochen so konstruiert sind, dass du dich leicht nach vorne beugen oder deine Hüften in einer Lotusposition öffnen kannst, dann ist dies ein zusätzlicher Pluspunkt!

 

Erfüllt Yoga alle unseren Bewegungsbedürfnisse?

Lucinda Staniland schreibt in der Yoga Lunchbox dazu: "Yoga bietet, wie es ALLGEMEIN gelehrt wird, nicht das gesamte Spektrum an Bewegungsnährstoffen. Es hat eine gesunde Dosis Mobilität, Flexibilität, Gleichgewicht, Koordination und ein bisschen Kraft, aber es mangelt definitiv an Kraft, Fitness und Ausdauer. Und wie ich herausgefunden habe, mangelt es in Bezug auf bestimmte Arten von Mobilität, Koordination und Kraft."

Du brauchst keinen Yogakörper - dein eigener ist perfekt!

Jetzt komme ich mit Polarity Yoga! Das Schöne an Polarity Yoga ist jetzt, dass es Bewegungsübungen sind, die für alle Arten von Körper funktionieren. Es heisst übrigens Polarity Yoga, weil die Übungen zwar yogabasiert sind, Dr. Stone sie jedoch zu Gunsten mehr Gesundheit abwandelte und dann Polarity Yoga nannte - der Begriff blieb.

 

Es scheint auf den ersten Blick kleinkariert, linkisch und ohne Leistungsorientierung. Weil es da darum geht, Spass an der Bewegung zu haben. Die Übungen basieren nicht auf der Annahme, dass dein Körper in bestimmte Arten von Stellungen passen muss. Polarity Yoga basiert auf der einzigartigen Struktur deines Körpers und darauf, wie er sich bewegen und bewegt werden möchte. Die Absicht dahinter hier ist, dass jeder Körper Bewegung geniessen kann. 

 

Und – es gibt leider keinen schönen, professionell gedrehten Film – vom Strand, mit Meeresrauschen im Hintergrund, neben Palmen oder in einem Designer-Studio aufgenommen. Diesen Film drehen wir selber - in jeder Lektion eines Kurses. 

Was du in einem Polarity Yoga-Film sehen könntest

Menschen aller Altersklassen, in bequemen Schludderklamotten, Menschen mit Pölsterchen am falschen Ort oder mit Bewegungseinschränkungen. Menschen, die lachen und kichern, teilweise komische Laute ausstossen, summen oder auch ruhig sind. Die Menschen in diesem Film würden sich bewegen, zwar unharmonisch und ganz ohne Akrobatik aber ganz einfach.

 

Aus diesem Grund – empfehle ich auf keinen Fall, die Polarity Bewegungsübungen zu lernen. Und auf keinen Fall sollst du auch nur auf die Idee kommen, diese sanften Dehnübungen auszuprobieren oder dafür noch Geld auszugeben bzw. zu verschwenden. Weil Polarity Bewegungsübungen die Gesundheit fördern und stärken. Und DAS geht gar nicht. Dafür hast du keine Zeit!

 

Denn in der heutigen Zeit ist es extrem wichtig, dem letzten Yoga-Trend nachzurennen, Beschwerden zu haben und diese zu kultivieren. Sich zu verspannen. Sich und seinen Körper ruhig zu stellen und möglichst keine Bewegung zu machen, in einer bestimmten Form zu erstarren. Denn dafür kriegst du Kosten von der Krankenkasse zurückerstattet. Es ist ganz wichtig, dafür sein schwer verdientes Geld auszugeben. Die monatlichen Prämien müssen sich ja in irgendeiner Form rentieren.

Ich bin eine Wette eingegangen

Mein Wettpartner behauptet: Es gibt DOCH diese Menschen, die sich auf einfache Dehnungsübungen einlassen: Überall ausführbar – also Alltagstauglich. Strassentauglich. Bahnhofperrontauglich. Hoteltauglich. Bushaltestellentauglich. Bürotauglich. Flugzeugtauglich. Ohne dafür teure Ausrüstung und spezielle Kleidung anschaffen zu müssen. Dehnübungen, die helfen Stress abzubauen, die Verdauung anzukurbeln, das Selbstwertgefühl zu steigern, Achtsamkeit zu lernen, besser zu schlafen, beweglicher zu werden etc., und einfach mehr Energie zu haben.

 

Ich schlucke und sage: NEIN!

 

Ich bin der Meinung, es gibt keine 6 Menschen, die sich einfach bewegen wollen, die vielleicht etwas zu viel Gewicht mit sich herumtragen, die Beschwerden oder Schmerzen plagen, Schwierigkeiten mit ihrer Mobilität oder andere Beschwerden haben. Keine 6 Menschen werden sich bei mir in Grenchen für einen Anfängerkurs für Polarity Bewegungsübungen ab Mittwoch, 5. Februar 2020 um 08.30 Uhr anmelden.

 

Und wenn doch? Ich habe mich auf die Wette eingelassen! Ja, wenn doch?

 

Kommt dieser Anfängerkurs wirklich zustande, dann erhalten die ersten 6 Menschen, die sich bis zum 31. Januar 2020 für diesen extra neu kreierten Mittwoch-Morgen-Kurs anmelden, bezahlen und teilnehmen, den anschliessenden Kurs zum Preis des ersten Kurses! Die einzige Anforderung ist, dass jeder Teilnehmende selbst in der Lage ist, selbständig zum Boden zu kommen oder wieder aufzustehen.

 

TiPP: Du kannst meine Rechnung auch der Krankenkasse einreichen und wirst von ihr sogar dabei unterstützt, dass du etwas für deine Gesundheit unternimmst. Hier klicken für weitere Informationen zu meinen Kursen.

 

Kommt der Kurs zustande, lade ich meinen Wettpartner zu einem feinen Nachtessen ein! Und übrigens - es gibt welche. Filme über Polarity Yoga. Den Link findest du gleich am Ende dieses Artikels.

Die Wette gilt!


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