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Zu Fuss gegen Depression und Erschöpfung

Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensfreude, ja sogar unsere Denkfähigkeit hängen wesentlich davon ab, in welchem Masse wir uns körperlich bewegen. Gesundheit ist ein immerwährender Prozess, den wir ein Leben lang mit all unseren Kräften bestmöglich unterstützen sollten. Eine einfache Methode, diesen Prozess zu optimieren, ist das tägliche forcierte Gehen.

 

Unser tägliches Leben wird durch viele technische Errungenschaften immer einfacher, gleichzeitig wird der Mensch immer bequemer. So bedient er vom Sessel aus die Fernbedienung seiner Hightech-Anlagen, und das grosse Kommunikationssystem Internet spart ebenfalls das Herumlaufen und direkte Suchen nach begehrten Objekten. Körperliche Anstrengung wird vermieden, wo immer es geht. Auch die Haushaltsgeräte tun ihren guten Dienst dabei, Aufzug und Rolltreppe ersetzen das Treppensteigen, das Auto ist der liebste Freund geworden, und sogar das Essen kommt aus der Tüte und wird nicht mehr selber zubereitet.

 

Du absolvierst täglich meist die gleiche Strecke in einem Tempo, dass du die Umgebung gar nicht mehr wahrnimmst. Das Gefühl kommt auf, dass dies in ein aussichtsloses Rennen gegen die Zeit ausartet, bei welchem viel auf dem Spiel steht. Allem voran - deine Gesundheit.

 

Das kennst du?

 

Zu-Fuss-Gehen ist etwas, das du gegen deinen vollen Tagesplan, gegen Termin auf Termin, gegen verspätete Züge und verstopfte Strassen tun kannst. Es ist auch etwas, das hilft, wenn der tägliche Stress schon mal über den Kopf wächst.

 

Forciertes Gehen – Körper und Geist auf Trab bringen

Wenn nichts mehr ist, wie vorher!

Zu-Fuss-Gehen hilft nicht nur Körperkilos purzeln zu lassen und Müdigkeit zu überwinden

Dein andauernder Stresszustand brachte negative Auswirkungen und machte dich krank. Dein Körper hat die Bremsen angezogen und zwingt dich dazu, Körper, Gedanken und Gefühle herunterfahren. 

 

Erschöpfung. Schlafen. Weinen. Dazu kommen Angstzustände. Wutausbrüche. Körperliche Symptome. Vitaminmangel. Beschwerden...

 

Tagelang verlässt du das Haus nicht mehr...

 

Und das kann ich sehr gut nachvollziehen, weil ich die Situation aus eigener Erfahrung kenne.

 

Ich verliess das Haus mehrere Wochen nicht - ausser - ich brauchte etwas zu Essen! Ich lebte zu dem Zeitpunkt in einem kleinen Dorf mit einem Dorfladen. Es war ein Weg von 5 Minuten, von meinem Zuhause zum Laden. Einen Weg für den ich jetzt 30 Minuten benötigte! Unvorstellbar! Ich, die ausdauernd in den Bergen unterwegs war, benötigte jetzt für einen Weg von 5 Minuten ganze 30 Minuten! Ich wurde zur Schildkröte!

 

Doch auch wenn ich jetzt 30 Minuten dafür brauchte - es war meine einzige Alternative zum Hocken zuhause! Und ich begann, dies als einen Anfang von etwas Neuem zu betrachten. Ich lernte neu zu gehen. Bewusst zu gehen.

 

Zu-Fuss-Gehen ist mehr als Körperkilos purzeln lassen oder chronische Müdigkeit überwinden!

Mit Zu-Fuss-Gehen die Maschinerie deiner Lebenskräfte in Gang bringen

Bist du in einem Zustand der tiefen Erschöpfung und/oder einer Depression kannst du dich und deinen Körper mit einem erkalteten Motor vergleichen. Stell dir vor, es ist Winter und du willst den kalten Motor deines Autos starten, dann wirst du kaum diesen Motor von 0 auf 100 km Geschwindigkeit zwingen und so fahren können. Das wäre die beste Art, deinen Motor zu zerstören. Ich bin auch überzeugt, dass du das niemals mit deinem Auto tun würdest. Aber du erwartest jetzt in deinem Zustand, dass du genau das tun solltest und wunderst dich, warum das nicht funktioniert. Du kannst es keineswegs erzwingen. Überlege dir einmal, wie du den kalten Motor deines Autos startest und was du genau machst, bis er "warm" läuft...

 

Genau das tue für dich. Verwende deine Phantasie! Dein Körper braucht etwas, das die ganze "Maschinerie deiner Lebenskräfte" wieder erweckt. Eine Zündung. Ein Funke.

 

Mutter Natur hat eine geniale Einrichtung vorgesehen, die hilft, diesen Funken, diese Zündung wiederzubeleben: Zu-Fuss-Gehen!

 

Gehen – das ist für uns so selbstverständlich wie Atmen oder Schlucken. Aber, was für dein Bewusstsein so unkompliziert erscheint, ist in der Tat ein hochkomplexer Vorgang.

 

Wenn du gehst, vollbringst du eine Glanzleistung!

Gehe zu Fuss und spüre, wie gut dir DAS tut

„Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen.“ (chinesisches Sprichwort)

Zu Fuss gegen Depression und Erschöpfung - Gertrud Keller Polarity Grenchen

In hektischen Zeiten mehr Ruhe finden und das ungesunde Tempo herunter fahren? Dann werde eine Schildkröte!

 

Gehst du eine bestimmte Strecke zu Fuss statt mit dem Auto, dann fährt dein angespannter Geist herunter; du wirst dich deiner Umgebung bewusst und tust erst noch etwas Gutes für den Körper! Und das geht so:

  • Steige auf dem Weg zur Arbeit eine Station früher aus dem Zug oder Bus.
  • Lasse grundsätzlich einmal pro Woche das Auto zuhause stehen und fahre mit den öV zur Arbeit.
  • Ignoriere den Bus. 
  • Gehe über Mittag auf einen kleinen Spaziergang.
  • Spaziere langsam durch deine Stadt, das Dorf, nimm die Gerüche wahr, die verschiedenen Farben und Formen. Halte an und entdecke die verschiedenen Ecken, an denen du bisher vorbei gelaufen bist.

Wenn nichts mehr ist, wie vorher und du nach Tagen zuhause dein Bedürfnis spürst, etwas auszuprobieren, dann sei eine  Schildkröte!

 

Gehe langsam, Schritt für Schritt einen von dir bestimmten Weg. Wenn du nicht nach draussen willst, dann bestimme eine Treppe oder einen Gang in der Wohnung, im Haus dafür. Nimm das Treppenhaus statt den Lift, um in die Waschküche oder in den Keller zu gelangen. Gehe nach draussen, geh im Dorf einkaufen, auf einen Kaffee, in den Park. Zu Fuss. Stelle dir die Schildkröte vor und imitiere sie. Gehe langsam. Gehe bewusst. Gehe mit Lust. Ohne Leistungsdruck. In deinem eigenen Tempo. Schau dir das an, was sich am Wegesrand zeigt. Betrachte es. Dann geh weiter...

 

Experimentiere einfach damit...

5 Gründe, warum Zu-Fuss-Gehen für deine Gesundheit wichtig ist

Du willst raus aus dem aktuellen Zustand - in ein neues gesundes und schmerzfreies Leben? Dann fange an zu Gehen! Es ist ein Anfang! Was passiert in deinem Körper, wenn du anfängst, zu Fuss zu gehen?

  1. Dein Gefässsystem im Muskelgewebe wird erweitert und beugt Blutdruck vor.
  2. Die Beweglichkeit deiner Gelenke erhöht sich. In den Gelenkhöhlen wird vorübergehend ein Vakuum erzeugt.
  3. Die Aktivität des Adrenalin-gesteuerten sympathischen Nervensystems wird gesteigert. Adrenalin vermindert ausserdem die übermässige Sekretion von Histamin und verhindert so Asthmaanfälle und allergische Reaktionen – vorausgesetzt der Körper verfügt über genügend Wasser.
  4. Mehr Endorphine und Enkephaline werden gebildet, die natürlichen Opiate des Körpers. Sie erzeugen dasselbe Hochgefühl, das Drogenabhängige durch den Konsum von Drogen zu erreichen versuchen. Es macht also munter und gute Laune.
  5. Eine Stunde Spazierengehen bei flottem Tempo aktiviert die Fett verbrennenden Enzyme 12 Stunden lang. Gehst du morgens und abends spazieren, bleiben diese Enzyme rund um die Uhr aktiv, beseitigen Cholesterinablagerungen in den Arterien und verbrennen Fett aus den Fettspeichern des Körpers.

Du wirst erstaunt feststellen, dass du dabei kreativer wirst und Probleme schneller lösen kannst. Eine andere Umgebung, die Natur um dich herum eröffnet neue Blickwinkel und kann dich aus einem Stimmungstief herausholen. Die beste Form von Bewegung, mit der du die Maschinerie deiner Lebenskräfte wieder in Gang bringen kannst und erhalten; aus der du auch noch in höherem Alter Nutzen ziehen kannst, ohne dass du deinen Gelenken Schaden zufügst, ist das Zu-Fuss-Gehen.

 

Das Zu-Fuss-Gehen kostet nichts. Es benötigt keine Medikamente. Es benötigt keinen Arzt. Du kannst sofort damit beginnen!

 

Viel Spass beim lustvollen und bewussten Bewegen ohne Leistungsdruck. Hast du Fragen, dann stehe ich dir gerne über diesen Artikel hinaus zur Verfügung. Schreibe mir doch auch, was deine Erfahrungen sind und wie du dich zum Beispiel nach einer Woche zu-Fuss-Gehen fühlst. Das interessiert mich sehr...

 

Herzliche Grüsse, Gertrud Keller

Polarity Therapie, KomplementärTherapeutin eidg. Dipl


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